Lost in Translation in der Kommunikation?

von | Aug 9, 2022

Zwei der wichtigsten Eigenschaften in der Kommunikation von Unternehmen sind Kohärenz und Konsistenz. Diese Faktoren bestimmen, ob und wie Botschaften auf unterschiedlichen Kanälen ankommen. Wie bleibt man verständlich und vertrauenswürdig?

Was ist Kohärenz und Konsistenz in der Kommunikation?

In der Kommunikation beschreibt Kohärenz die strukturelle Qualität von Inhalten. Passen diese zusammen und sind sie logisch, ist die Kohärenz hoch. Konsistenz auf der anderen Seite beschreibt die ästhetische und erzählerische Qualität von Inhalten. Werden diese auch in wechselnden Kanälen als zusammengehörig empfunden, ist die Konsistenz hoch.

Warum ist Kohärenz und Konsistenz in der Unternehmenskommunikation wichtig?

Aus einem einfachen Grund: Budgets sind limitiert. Werden Inhalte von Kund:innen oder Partner:innen nicht oder nur schlecht verstanden oder als nicht zusammengehörig empfunden, verlieren Maßnahmen an Wirkung. Kurz, mehr Budget ist notwendig, um vergleichbare Effekte zu erzielen. Deshalb ist der wichtigste Punkt in der Kommunikation verständlich zusammenzuhängen und dadurch auch vertrauenswürdig zu sein.

Konzentration auf das Wesentlich.

Ganz allgemein: Wenn Kommunikation im Privaten nicht funktioniert, dann sprechen wir meist von zu vielen Dingen auf einmal. In der Unternehmenskommunikation ist dies nicht viel anders. Das Problem: Menschen haben eine begrenzte Spanne an Aufmerksamkeit. Und die Länge dieser Aufmerksamkeit ist abhängig von der Umgebung und ihrem Zustand. Gute Kommunikation weiß um diesen Umstand. Sie richtet sich nach den Bedürfnissen des Gegenübers.

Aber es ist verdammt schwierig, nur wenig und vor allem das Richtige zu sagen. Deshalb ist es entscheidend, in der Unternehmenskommunikation Botschaften nach Zielgruppen zu strukturieren und zu priorisieren.

Ein analytischer Zugang: Logik und Struktur in der Unternehmenskommunikation.

Wenn es viel zu erzählen gibt – und es gibt fast immer viel zu erzählen, hilft es, Inhalte in klar abgegrenzte Bereiche zu kategorisieren. Legen Sie fest, welcher Inhalt zu welchem Zeitpunkt und in welchem Kanal erzählt werden muss. Der Trick besteht darin, sich in Zielgruppen hineinzuversetzen und zu verstehen, wann sie wo mit welcher Botschaft in Berührung kommen – und welche Handlung sie dann setzten sollen.

Manchmal kann es helfen, wenn Sie ihren Inhalten imaginäre Orte zuzuweisen. Welchen Teil einer Geschichte würden Sie an der Eingangstüre, welchen in der Speis erzählen?

Botschaften über analoge und digitale Kanäle verteilen, eine Arbeit für Expert:innen.

Visuelle Design Systeme helfen, Informationen zusammenhängend in mehreren Kanälen zu erzählen, vorausgesetzt, sie werden richtig eingesetzt. Eine klare Markengeschichte, das Brand Narrative hilft, Botschaften in Form eines Netzwerkes über mehrere Kanäle zu streuen, ohne den Faden zu verlieren. Dabei folgt jeder Kanal spezifischen Bedingungen zu Textlängen, Lesezeiten, Lese- und Blickverhalten und Erwartungen an Bildmaterial.

Nutzen Sie Expert:innen um die Kommunikation in verschiedenen Kanäle so aufzubauen, dass diese in Zukunft von Ihnen und Ihren Mitarbeiter:innen bespielt und gesteuert werden können. Damit bestimmen Sie selbst über ihre Inhalte.

Zuletzt: Holen Sie Feedback ein!

Egal wo sie mit der Kommunikation Ihres Unternehmens stehen, testen Sie ihre Inhalte und Geschichten oft und frühzeitig. Letztlich verbessern Sie die Ihre Kommunikation dann, wenn sie Feedback erhalten. Einer der teuersten Fehler in der Kommunikationsarbeit ist es, Inhalte, Botschaften und Informationen zu spät mit anderen Menschen zu teilen, zu viel Zeit in etwas zu investieren, dass nicht funktioniert.

Deshalb, reden Sie mit Ihrer Zielgruppe. Erzählen Sie Ihren Kolleg:innen oder Vertrauten von Ihren Geschichten und Ideen und fragen Sie danach, was Sie verstehen. Denn es ist fast unmöglich, sich selbst als inkohärent zu empfinden und mit mehr und mehr Feedback steigern sie die Konsistenz.

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