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/ Research und Zukunftskonzept für das Jugendhotel Carinth.

Research und Zukunftskonzept für das Jugendhotel Carinth.

Wohin werden wir uns Zukunft reisen? Der Lungau Biosphärenpark und Luftkulturort in eine vergessene Destination. Für das Hotel Carinth haben wir Standort, touristisches Umfeld und zukünftige Zielgruppen analysiert.

Dieses Bild zeigt die Schnitte des Gebäudes.

Die Ansichten des Gebäudes.

Die Nutzflächen des Gebäudes. In Summe umfasst das Bestandsgebäude rund 2.590 m2 Nutzfläche.

Wohnräume

Anlagen

Aufenthaltsräume

sonstige

Das Primärsystem. Innerhalb des Bestandsgebäudes sind zwei statische Systeme vorhanden. Der nordöstliche Bauteil besteht aus tragenden Außen- und Innenwänden im Raster der Zimmertrennwände. Der südwestliche Bauteil ist strukturell betrachtet offener.

Leistungen:

Content Development / Grafik-Design / Positionierung / Research

Das Hotel Carinth in Mariapfarr im Salzburger Lungau ist seit 48 Jahren Teil eines professionellen Netzwerks an Unterkünften für Jugendreisen von Young Austria. Es ist eines von 16 einzigartigen Erlebnisgästehäusern in Österreich.

Wir entwickelten für den Standort ein Zukunftskonzept, aufbauend auf Recherchen zu Trends im Tourismus, Veränderungen im Konsument:innen-Verhalten und einer Analyse des Gebäudes durch unseren Partner nonconform.

Nachfolgend findet sich eine Zusammenstellung der Recherche zum Projekt.

Diese Grafik zeigt Nutzung und Grundriss des Hotels Carinth im Lungau.

Nutzung Erdgeschoss

Diese Grafik zeigt Nutzung und Grundriss des Hotels Carinth im Lungau.

Nutzung 1. Obergeschoss

Eine Grafike die Österreich und Immobilienpreise zeigt.
Bodenpreise Österreich Bauland in Euro / m² (bodenpreise.at)

< 20

35 – 30

100 – 200

> 200

Diese Grafik zeigt das Land Salzburg.

Der Lungau in Salzburg: Mit dem zweithöchsten Bruttoregionalprodukt je Kopf ist das Land Salzburg eines der wirtschaftsstärksten Bundesländer Österreichs.

Daten Land Salzburg

Fläche 7.154,56 km2
Bevölkerung 560.710
Brutto / Kopf 49.900 €

Anteil der Senior:innen 2040 im Lungau.

Diese Grafik zeigt die Bevölkerungsentwicklung im Lungau von 1981 bis 2021.

Mariapfarr Entwicklung der Bevölkerung seit 1981. Der Lungau ist die einzige Region Salzburgs, die mit einem Bevölkerungsrückgang konfrontiert ist und den höchsten Seniorenanteil Salzburgs hält.

Dieses Bild zeigt Widmung<br />
und Bebauung in Maria Pfarr.

Widmung und Bebauung

Die Flächenwidmung ermöglicht neben Wohnen auch betriebliche Nutzungen, sofern diese keine Geruchs- oder Lärmbelästigung, Luftverunreinigung, übermäßige Verkehrsbelastung oder Erschütterungen für die Nachbarschaft verursachen.

Für die Liegenschaft und die nähere Umgebung existiert Bebauungsplan. Die zuständige Raumplanung gibt eine Zieldichte von 0,5 bei Wohnnutzung und 0,6 bei touristischer Nutzung an.

Die Landwirtschaft im Lungau.

850 landwirtschaftliche Betriebe
51 % biologischer Landbau
346 bewirtschaftete Almen

Dieses Bild zeigt das Salzburger Lungau Logo.

Standort-Marketing: Der Lungau bietet eine touristische Marke und Vermarktungsplattform.

Dieses Bild zeigt das Salzburger Lungau Logo.

Bonus Card: Angebote können im Rahmen eines Bonus-Programms mit der Lungau Card im Sommer und Winter abgerufen werden.

Dieses Bild zeigt eine SWOT-Analyse zum Standort Lungau.

Die SWOT-Analyse

Die Entwicklungsstrategie 2014 -2020 zum Lungau: „Leader-Region: Biospäre Lungau“ zeigt folgende Chancen in der Region auf:

  • Ganzjahresdestination
  • Luftqualität
  • regionale Lebensmittel
  • Naturjuwel im alpinen Raum
  • Klima- und Energiemodellregion
  • reich an erneuerbaren Ressourcen
  • regionale Kreislaufwirtschaft

Der Tourismus im Lungau.

15 Tourismusverbände
viele Privatzimmern
Wintersaison: 66% Nächtigungen

Diese Grafik zeigt die veränderte Bedingungen im Tourismus.

Zukunft Tourismus?

Der Wunsch nach Rückkehr zum Tourismusniveau vor der Krise verdrängt die Schwierigkeiten, die durch die Klimakrise auf touristische Angebote zukommen werden. Reisen wird teurer werden, die Ansprüche der Konsument:innen stiegen, erfolgreiche Angebote müssen auf allen Ebenen überzeugen.

Dieses Bild zeigt zwei Trends im Tourismus: Staycation und Adventure Tourism.

Touristische Trends?

Neben „Staycation“ und „Adventure Tourism“ zählen „Eco Tourism“ und „Spirital Tourism“ zu den Trends nach der Corona-Pandemie.

Die Trend-Recherche

Die Recherche umfasste acht Studien zum Thema Regionalentwicklung, Tourismus und Konsument:innen-Verhalten sowie rund 100 Produkte und Services.

8 schnelle Fragen
4 tiefe Einblicke

8 Macrotrends und 4 Microtrends führten zu drei Optionsfeldern eines zukünftigen Angebots.

Insight

Die Pandemie hat unser Konsumverhalten
erschüttert. Konsumenten:innen erwarten Transparenz, Flexibilität, ethisch korrektes Verhalten und Selbstkontrolle.

Dieses Bild zeigt zwei globale Trends: "Wann und wie werden wir in Pension gehen?" und "Werden wir alleine alt werden?"
Dieses Bild zeigt zwei globale Trends: "Wann und iwe werden wir in Pension gehen?" und "Werden wir alleine alt werden?"

8. schnelle Fragen: Die Macrotrends.

Woher kommen unsere Lebensmittel?

Die Lebensmittelproduktion und der Transport von Lebensmittel ist einer der Hauptfaktoren unserer bestehend CO2-Bilanz. Konsumenten orientieren sich immer mehr an „regionaleren“ und „ökologischeren“ Angeboten.

Haben unsere Kinder eine faire Chance?

Bildung und andere Prozess, durch die neues Wissen und Fähigkeiten erworben werden, sind ein wichtiger wirtschaftlicher Multiplikator. Junge Menschen, die heute in Ausbildung sind, sind die Konsumenten der nächsten Generation.

Wir werden wir uns in Zukunft fortbewegen?

Der Individualverkehr ist teuer geworden. Weniger Autos werden benutzt werden. Die Art, wie und wann wir mit dem Auto fahren verändert sich. Menschen werden dadurch Distanzen anderes zurücklegen und andere Orte aufsuchen.

Wie und wo werden wir leben?

Die Urbanisierung steigt konstant an. Lebensraum in Städten wird teurer, bietet wenig Komfort und führen zu Vereinsamung. Alternativ steigen seit der Corona-Pandemie die Preise in ländlichen Regionen, aber auch in der Nähe von Städten, stark an.

Wann und wie werden wir in Pension gehen?

Unsere Gesellschaft wird älter, die Kosten unseres Sozialsystems höher. Menschen ändern ihre Vorstellungen und Erwartungen: So sind viele schon heute auch im Alter beruflich tätig oder erbringen gemeinschaftliche Leistungen.

Können wir vom Klimawandel profitieren?

Öko-Innovation und Investitionen in widerstandsfähige Geschäftsmodelle sind auf dem Vormarsch. Öko-Patente überholten alle anderen Patentanmeldungen (OECD, 2016).

Brauchen wir wirklich, was wir uns leisten?

Einkommensungleichheit, die Kluft zwischen den Ärmsten und reichsten Mitglieder der Gesellschaft erreicht neue Extreme. Das reichste 1 % der Menschheit besitzt mehr Vermögen als der Rest der Welt zusammen.

Werden wir alleine alt werden?

Vereinsamung in Städten, Abwanderung am Land, kleinere oder nicht mehr existente Familienstrukturen; wir altern heutzutage meist alleine. Die Pflege von älteren Menschen ist ein ungeklärter Faktor in unserer Gesellschaft.

4. tiefe Einblicke: Die Microtrends.

Die Kontrolle behalten!

In Zeiten erhöhter Unsicherheit sehnen sich Verbraucher:innen nach Kontrolle über ihr Leben. Prekarität und finanzielle Schwierigkeiten, ausgelöst durch Pandemie und Inflation, sowie alternative Fakten und Fake News, schaffen ein Gefühl des Kontrollverlustes. Verbraucher:innen wünschen sich Klarheit, Transparenz, und Flexibilität.

Genuss: hier und überall.

Verbraucher:innen sind sie begierig darauf, neue Dinge zu erleben: virtuell und auch in der physischen Welt. Digitale Angebote sind über die Pandemie zur Normalität geworden. Konsumenten:innen suchen Spiel und Spaß in allen Lebensbereichen. Dem Alltäglichen wird (wieder) mit Wertschätzung begegnet.

Der Ethik-Check.

Konsument:innen wollen keine schön gefärbten Worte, sie wollen Taten. Sie sind weniger vertrauensvoll als je zuvor – von Unternehmen, Regierungen und Institutionen erwarten sie ethisch korrektes Verhalten. Unternehmen müssen Produktionsketten und Ressourceneinsatz transparent kommunizieren, ethisches Handeln muss ein fixer Bestandteil des Geschäftsmodells sein.

Der Wunsch nach flexiblen Räumlichkeiten.

Mehr denn je müssen Angebote und Marken Verbraucher:innen dazu inspirieren, etwas zu erleben und dürfen ihnen nicht vorschreiben, wie etwas zu erleben ist. Arbeiten, Spiel, Leben, Spaß, Freude – ob digital oder analog – Konsument:innen wollen dort erleben, wo sie im Augenblick sind und nicht extra dafür den Ort wechseln.

Babyboomer, 1946 – 1964

Die Generation der Babyboomer hat den starken wirtschaftlichen Aufschwung mit hohen Wachstumsraten erlebt. In ihre Zeit fällt die Friedensbewegung und die Umweltbewegung, wirtschaftlich sind nur wenige Krisen (Ölkrise) zu bewältigen. Diese Generation ist auf Konkurrenzverhalten, auf Aufmerksamkeit und Individualität fokussiert.

Generation X, 1965 – 1980

Die Generation X wurde durch großen technischen Fortschritt, Ausbau des Umweltschutzes, Umweltkatastrophen), Integrationsprozess der EU, Konjunkturkrisen und einer wachsenden Arbeitslosigkeit sowie von steigenden Scheidungsraten geprägt. Arbeit ist ein zentraler Lebensinhalt, wobei alternative, individuelle Lebensentwürfe und die Work-Life-Balance wichtig sind.

Dieses bild zeigt zwei Zielgruppen: Babyboomer und Generation X.

2040 werden Menschen der „Generation X“ 28 % der Bevölkerung vor Ort ausmachen.

Zudem reisen mehr ältere Menschen schon heute an Orte, die näher gelegen sind als früher. Umweltbewusstsein, aber auch eine Sehnsucht nach Ruhe und dem „Reduzierten“ schaffen eine neue Konsument:innen-Gruppe bei Babyboomern und Generation X für touristische Angebote.

Silver Renaissance: Marken und Angebote bieten Lösungen, die ältere Menschen länger im Berufsleben halten.
Silver Adoption: „Krankenhaus zu Hause“ und eine zunehmende Konsumation wirken sich auf Gesundheitstechnologien für ältere Erwachsene aus.

Silver Renaissance

Babyboomer finden Geschäftsideen, entwickeln Projekte, gründen Firmen und starten neue Beziehungen. Ältere Menschen, unsere Silver Society, ist in vielen Formen und Arten länger aktiv. Dies hält sie geistig und körperlich gesund und in sozialen Strukturen verankert.

Optionsfelder:

  • Senior ≠ Alt
    Das Altern neu definieren!
  • Digital Places
    Orte die Demografie verbinden.
  • Creation = Recreation
    Orte für Produktivität und Kreativität.
  • Globalised Inclusivity
    Alte Beziehungsmodelle sind überholt: alles geht 🙂

Silver Adoption

„Krankenhaus zu Hause“ und eine zunehmende digitale Konsumation wirken sich auf Gesundheitstechnologien für ältere Erwachsene aus.

Optionsfelder:

  • Digitales Personal
    Digitale Angebote übernehmen tägliche Aufgaben des Pflegepersonals.
  • Digitale Barrierefreiheit
    Ältere Menschen werden digital affiner.
  • Digitale Services
    Angebote physisch und digital nutzbar machen.
  • Digitale Emotion
    Emotional wertvolle digital Verknüpfungen schaffen.

Silver Definition

Eine der großen Fragen des Älterwerdens lautet: „Wo möchte ich im Alter leben?“ Für viele Babyboomer ist es ein wichtiges Ziel, so lange wie möglich selbstständig zu bleiben.

Optionsfelder:

  • Emphasize Wellness
    Wellness ist das Verkaufsargument.
  • Redefine Community
    Neupositionierung der Seniorenwohngemeinschaft.
  • Ultra Moveable
    Bewegliche Strukturen, digital und analog.
  • Yes, of course we play!
    Ein spiel-positiver und inspirierender Ort.

Senioren sind schon lange nicht mehr „senior“.

Babyboomer und Gen X definieren eigene Wünschen, streben nach Freiheit, Verwirklichung und Glück – sie sind mehr denn je eine eigenständige Zielgruppe. Die nächsten Jahre werden neue und innovative Lösungen bieten – und das nicht zuletzt im Pflegebereich.

Dieses Bild zeigt eine Collage unterschiedlicher architektonischer Bauten.

Die Senioren-Residenz der Zukunft im Salzburger Lungau?

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